Lyrik

Die Regenbogenbrücke

 

 

Es gibt eine Brücke, die den Himmel und die Erde verbindet.
Weil sie so viele Farben hat, nennt man sie die Regenbogenbrücke.

Auf der jenseitigen Seite der Brücke liegt ein wunderschönes Land
mit blühenden Wiesen, mit saftigem grünen Gras und traumhaften Wäldern.

Wenn ein geliebtes Tier die Erde für immer verlassen muss,
gelangt es zu diesem wundervollen Ort.

Dort gibt es immer reichlich zu fressen und zu trinken,
und das Wetter ist immer so schön und warm wie im Frühling.
Die alten Tiere werden dort wieder jung und die kranken Tiere wieder gesund.
Den ganzen Tag toben sie vergnügt zusammen herum.

 

Nur eines fehlt ihnen zu ihrem vollkommenen Glück:
Sie sind nicht mit ihren Menschen zusammen, die sie auf der Erde so geliebt haben.

 

So rennen und spielen sie jeden Tag miteinander,
bis eines Tages eines von ihnen plötzlich innehält und gespannt aufsieht.
Seine Nase nimmt Witterung auf, seine Ohren stellen sich auf,
und die Augen werden ganz groß.

 

Es tritt aus der Gruppe heraus und rennt dann los über das grüne Gras.
Es wird schneller und schneller, denn es hat Dich gesehen!

 

Und wenn Du und Dein geliebtes Tier sich treffen,
gibt es eine Wiedersehensfreude, die nicht enden will.
Du nimmst es in Deine Arme und hältst es fest umschlungen.
Dein Gesicht wird wieder und wieder von ihm geküsst,
deine Hände streicheln über sein schönes weiches Fell,
und Du siehst endlich wieder in die Augen Deines geliebten Freundes,
der so lange aus Deinem Leben verschwunden war, aber niemals aus Deinem Herzen.

 

Dann überquert ihr gemeinsam die Regenbogenbrücke
und werdet von nun an niemals mehr getrennt sein...

(Autor des Originals Paul C. Dahm, Übersetzung von Carmen Stäbler)

Heute bin ich gestorben

 

Bella »

Gedanken eines Kampfhundes

 

An euch Menschen:

 

Ich kann leider nichts sagen,

bin nur ein Hund

und werd geprügelt seit Tagen.

Wenn ich nur schreiben könnte,

schrieb ich euch ein Gedicht

und hätte Tränen im Gesicht.

 

Man sagt, ich wäre ein Kampfhund,

und dass ich gefährlich bin.

Öffnet Eure Augen,

und schaut genauer hin!

 

Bin ich nicht nur ein Werkzeug,

von Menschen scharf gemacht,

von diesen skrupellosen,

die nicht nachgedacht?

 

Jetzt bin ich scharf und beiße auch,

doch so einen Hund wohl keiner

braucht.

Man sagt, dass ich jetzt sterben muss,

mit dem Wahnsinn sei jetzt Schluss.

 

Doch wenn ich jetzt auch sterben

muss,

durch Todesspritze oder Schuss,

geb ich euch Menschen einen Rat,

ich bin ein Hund, ein Kamerad.

 

Lasst meinen Tod nicht sinnlos sein.

Und lasst die Hunde Hunde sein.

Das schrieb ein Hund, der Kampfhund ist,

der weiss, dass manch ein Mensch nicht

besser ist.

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